Der rote Mann: Richter Manfred Herrnhofer und seine SPÖ Kandidatur

Pressemitteilung vom 15.10.2009

Als absolut unverständliche Vorgangsweise kritisierte vor zwölf Jahren der Freiheitliche Klubobmann Dr. Martin Strutz die Tatsache, daß Untersuchungsrichter Manfred Herrnhofer mit den Untersuchungen der SPÖ-Fälschungsaffäre betraut wurde. Manfred Herrnhofer kandidiere in Liebenfels für die SPÖ am 6. Listenplatz. Dies sei aus der Wahlbroschüre der SPÖ ersichtlich.

Strutz verlangte, dass der Untersuchungsrichter wegen Befangenheit sofort von den Untersuchungen entbunden werde. Dies müsse wohl auch im Interesse des Richters und der Justiz liegen, so Strutz abschließend.

Zwölf Jahre später tritt Manfred Herrnhofer erneut für Genossen auf das rote Parkett. Zuvor aber ergreift Manfred Herrnhofer Partei für den roten Skandalgutachter Max Friedrich, der im September 2008 nach einem Freispruch eines Vaters wegen sexuellen Missbrauch für Aufregung sorgte. Kritische Stimmen wurden laut, dass die Gutachten von Max Friedrich falsch seien.

Nicht so für Manfred Herrnhofer am 12.09.08 gegenüber dem ORF Kärnten "Die Gutachten sind einwandfrei & ordentlich", so Manfred Herrnhofer, Vorsitzender der Richtervereinigung. Drei Jahre zuvor erklärt die Richtervereinigung in Zusammenhang mit dem "Fall Christian" aus Salzburg: Richter sind psychologische Laien. Wie aber war Manfred Herrnhofer die Bewertung der Max Friedrich Gutachten dann möglich.

Als die Kritik zu laut wird und erste Ermittlungsverfahren gegen Max Friedrich in Wien und Klagenfurt eingeleitet werden, tritt Herrnhofer gegenüber Journalist Stephan Pfeifhofer am 17.09.08 per Email erstmals unmissverständlich auf:

Sehr geehrter Herr Pfeifhofer ! Ich darf Sie um ihr Verständnis bitten, dass wir als Standesvertretung generell zu laufenden Verfahren keine Kommentare abgeben und aus diesem Grund auch nicht trotz Einladung des ORF an der Diskussionssendung "Im Zentrum" teilnahmen. Unter Umständen könnte ich sogar ad personam im Falle einer Anklageerhebung durch die STA Klagenfurt mit der Angelegenheit befaßt werden und will mich sicher nicht dem Vorwurf der Befangenheit aussetzen. Meine damaligen Äußerungen bezogen sich im Kern auf die Stellung der Gutachter im gerichtlichen Verfahren. Dass der APA-journalist unzulässigerweise wertend dies als "Verteidigung" des SV ansah, ist seine Meinung, war von uns aber nie beabsichtigt ! Mit freundlichen Grüßen Herrnhofer

Manfred Herrnhofer stellt mit seinem Statement klar, er könnte als vorsitzender Richter in einem Prozess gegen den roten Parteikollegen Max Friedrich zum Einsatz kommen.

Nun aber tritt Manfred Herrnhofer als Richter gegen Journalist Stephan Pfeifhofer an. Ohne dem Beschuldigten sein gesetzlich verankertes rechtliches Gehör zu ermöglichen, stellte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt am 29.09.2009 einen Strafantrag.

In Mitten der Anschuldigungen die SPÖ Amtsmandatarin Christine Gaschler-Andreasch, ihres Zeichens für Missstände der Jugendwohlfahrt Kärnten verantwortlich, verkündet, wird man den Eindruck nicht los, dass die Anklage seit drei Jahren minutiös vorbereitet wurde. Ein Jurist erklärt das Geheimnis "Zog eine Anschuldigung nicht, strickte man selbst den nächsten Anklagepunkt. Dazu genügt es, wenn die Anzeige wegen Amtsmissbrauch gegen einen Polizeibeamten einfach grundlos eingestellt wird, und wenig später der Anzeiger als Verleumder vor dem Richter steht".

"Gaschler zitiert, Gaschler deckt zu. Das kennen wir doch alles schon. Jedenfalls habe ich einen Lachkrampf bekommen, als ich den Strafantrag zu lesen bekam", kommentiert der pfundige Nordtiroler die Taktiken der SPÖ Amtsmandatare abschließend.

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Letzte Aktualisierung: 15/10/2009